Ich habe vor einiger Zeit “Gefährliche Geliebte” gelesen und fand das Buch unglaublich poetisch und berührend. Deshalb war ich gespannt, als ich nun auf “Die Bäckereiüberfälle” gestossen bin, das ich zusammen mit meiner Freundin gelesen habe. Es war eine besondere Erfahrung, die sich aber schwer einordnen lässt, und das nicht nur im positiven Sinn.
“Zwei Freunde marschieren mit Messern bewaffnet los, um in der nächsten Bäckerei ihren Hunger zu stillen. Doch sie haben die Rechnung ohne den Bäcker gemacht. Der untermalt das Croissantballett mit Wagnerklängen und schlägt ein ungewöhnliches Tauschgeschäft vor. Das verlangt nach einem zweiten Bäckereiüberfall…”
Klappentext
Laut einigen Stimmen im Internet gilt die Erzählung als surrealistisches Meisterwerk. Für mich persönlich hat sie diesen Eindruck leider nicht hinterlassen. Zwar habe ich die schöne Sprache und den feinen Humor stellenweise geschätzt, doch darüber hinaus konnte ich mit der Geschichte wenig anfangen. Das Abstrakte und Surrealistische hat mich eher ratlos zurückgelassen. Es gab für mich keinen richtigen Anfang, keinen klaren Plot und auch kein greifbares Ende. Ich hatte das Gefühl, nicht recht zu verstehen, worauf das alles hinauslaufen sollte, auch wenn ich ahne, dass genau das Teil der Absicht ist.
Trotzdem möchte ich Murakami nicht abschreiben. “Gefährliche Geliebte” hat mir deutlich besser gefallen, und ich bin sicher, dass es noch andere Werke von ihm gibt, die mich wieder mehr begeistern werden. Mal sehen, welches ich als Nächstes auswähle.
Rating: ⭐️⭐️⭐️


Leave a Reply