Als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch von (oder zumindest mit) Sebastian Fitzek gibt, habe ich mich sehr gefreut. Ich habe das Buch direkt gekauft und es zusammen mit meiner Freundin gelesen, respektive das Hörspiel gestartet. Leider war das Ganze eine ziemlich grosse Enttäuschung und eines der schlechtesten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Es war komplett zusammenhanglos, episodisch, unklar und wirr. Ich kann kaum glauben, was ich da gelesen habe.
„»Du darfst nicht einschlafen!« Alysee ist vier Jahre alt, als ihr Vater sie panisch anfleht, um Himmels willen wach zu bleiben. Doch dem Mädchen fallen die Augen zu. Als sie wieder aufwacht, ist ihr Vater tot. Bestialisch ermordet. Das ist Alysees letzte und einzige Erinnerung an ihn. Ihre Mutter, die ebenfalls vor Jahren starb, hat sie nie kennengelernt. Als Vollwaise wächst Alysee mit ihrem besten Freund Nico bei einer Pflegefamilie auf, die Angst vor dem Einschlafen verlässt sie nie. Jahre später erfährt sie, dass ihr Vater ihr etwas vererbt hat, was das Geheimnis seines Todes lüften könnte. Sie tritt das Erbe an und lernt schnell, dass das grauenhafte Sterben erst seinen Anfang genommen hat.“
Klappentext
Das Hörspiel lässt einige Details des Buches weg und fügt dafür einen Epilog hinzu, den es im Buch nicht gibt. Beides hat mir nicht ganz eingeleuchtet. Grundsätzlich war es handwerklich gut gemacht, mit tollen Sprechern und coolen Effekten, aber auch das kann das Gesamtergebnis nicht retten.
Ich empfand es als sehr schade für beide Autoren. Fitzek, der bereits einen Namen hat, und Strauss, die sich einen machen wollte. Ich glaube kaum, dass die beiden damit neue Fans gewonnen haben. Die Geschichte war stellenweise unnötig brutal und grafisch dargestellt und leider obendrauf noch schlecht geschrieben. In anderen Rezensionen bin ich auf das Wort “trashy” gestossen. Das beschreibt das Desaster ziemlich genau.
Das Buch beginnt noch spannend und halbwegs nachvollziehbar, verliert sich dann aber zunehmend in absurden, schlecht geschriebenen Bereichen. Es endet bei Traumfängern, der Schöpfungsgeschichte mit Wesen in unseren Gehirnen, Künstlichen Intelligenzen, einer merkwürdigen Spezialbehörde nach dem Vorbild von “Men in Black” und schliesslich mit erfundenen Verschwörungsgeschichten zu Tschernobyl und der Titanic. Das Buch wollte 23 verschiedene Genres und die 38 wichtigsten gesellschaftlichen Brennpunkte gleichzeitig abdecken. Dass das in die Hose gehen musste, war vermutlich vorprogrammiert.
Sehr schade, und deshalb auch nur 2 Sterne. Spart euch das Geld und die verschwendete Zeit.
Rating: ⭐️⭐️
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