Black House / Das schwarze Haus

(Deutsche Review weiter unten👇🏻)

Right after finishing “The Talisman”, I jumped straight into the second book because I wanted to spend a bit more time with the characters. I quickly realised, however, that “Black House” takes place several decades later. At first, I was a little thrown off by that, but I adjusted quickly. Still, I really enjoyed the book. There were a few things that bothered me, but all in all (and with a generous dose of goodwill), this is a rounded-up 5-star read for me.

„A comfortable, solid, middle-American town, inhabited by a serial killer… Children are disappearing, lost to the world, horrifically murdered. The best clue the detectives have – a serial killer from a century ago. Jack Sawyer, retired from the LAPD at 35, plagued by visions of another world. As a child, Jack visited the Territories, a menacing place of violence and madness, to save his dying mother. Now, if the latest child victim is to be saved, Jack must retrieve his lost childhood memories, and revisit the one place he hoped never to see again.“

Blurb

The first thing that struck me was the unique narrative style and perspective. The omniscient narrator combined with cinematic effects: An absolute blast in my eyes! These “camera moves” that sometimes glide over the town, peek through windows, or rise into the sky, accompanied by sarcastic or sharp-witted commentary, were so well done that I seriously considered rewriting a few chapters in the book I’m currently working on (which, by the way, I’ve been writing for about 20 years now, so… no rush). Spoiler alert: I obviously didn’t do it in the end. But the impression it left was lasting. This style carried me through the whole book and often delighted me.

Of course, there were a few passages I found a bit long-winded. Nothing too dramatic, but there were moments where I would have preferred a tighter pace. The language was also quite challenging. As a non-native English speaker, I found it sometimes poetic, vivid and full of metaphors – which definitely added to the atmosphere, but occasionally left me wondering if I had missed something important. You might find yourself asking: Did I just overlook something crucial? Or: What exactly happened to that character?

The characters themselves were very well written. I especially grew fond of Henry and of course Jack – but Beezer, Fred and Judy were also fantastic. Each of them had their quirks, their own voice, their own role, without ever feeling like a cliché. The Fisherman as the antagonist was a real highlight. Creepy, complex and extremely well written. This is where I highly recommend the English audiobook: Frank Muller absolutely outdid himself, especially in his portrayals of the Fisherman and Henry. What that man does with his voice is just brilliant.

The story as a whole is more subdued and less action-packed than “The Talisman”. Still, there were plenty of thrilling, sometimes nerve-wracking scenes that were so vividly and richly described, I felt like I was actually there. And then there’s a very special bonus: in my opinion (aside from “It”), this book has the strongest connection to the Dark Tower universe. So if you’re, like me, currently reading your way chronologically through all the Tower-related works, “Black House” fits perfectly as a bridge before moving on to the next main volume.

As I said, there are a few small weaknesses, but the unique style, the plot, and the Tower connections make this a close but well-deserved 5 for me.

Find all information about my reading journey to „The Dark Tower“, here!

Rating: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️


Das schwarze Haus von Stephen King

Ich habe nach „Der Talisman“ direkt das zweite Buch angehängt, weil ich gerne noch etwas mehr Zeit mit den Charakteren verbringen wollte. Dabei habe ich allerdings schnell festgestellt, dass „Das schwarze Haus“ einige Jahrzehnte später spielt. Zuerst war ich ein bisschen irritiert, aber das legte sich bald. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch sehr genossen. Es gab ein paar Dinge, die mich gestört haben, aber alles in allem (und mit einem guten Schuss Goodwill) ist es für mich ein aufgerundetes 5-Sterne-Buch.

„Eine gemütliche, solide Stadt im mittleren Westen der USA, in der ein Serienmörder sein Unwesen treibt… Kinder verschwinden, werden der Welt entrissen, auf grausame Weise ermordet. Der beste Hinweis, den die Ermittler haben, ist ein Serienmörder aus dem vorigen Jahrhundert. Jack Sawyer, mit 35 Jahren aus dem Dienst der LAPD ausgeschieden, wird von Visionen einer anderen Welt geplagt. Als Kind besuchte Jack die Territorien, einen bedrohlichen Ort voller Gewalt und Wahnsinn, um seine sterbende Mutter zu retten. Nun muss Jack, wenn das jüngste Opfer gerettet werden soll, seine verlorenen Kindheitserinnerungen zurückgewinnen und den einen Ort wieder besuchen, den er hoffte, nie wieder sehen zu müssen.“

Klappentext

Das erste, was mir aufgefallen ist, war der spezielle Erzählstil bzw. die Perspektive. Die auktoriale Erzählweise mit ihren kinoartigen Effekten: Der absolute Knaller in meinen Augen! Diese „Kamerafahrten“, die manchmal über die Stadt gleiten, durch Fenster spähen oder in den Himmel steigen, begleitet von sarkastischen oder scharfsinnigen Kommentaren, haben mir so gut gefallen, dass ich ernsthaft darüber nachgedacht habe, ein paar Kapitel in meinem eigenen Buch umzuschreiben (ich schreibe übrigens seit etwa 20 Jahren daran, also kein Stress…). Spoiler-Alert: Ich habe es am Ende natürlich nicht getan. Aber der Eindruck blieb. Dieser Stil hat mich durch das ganze Buch getragen und oft einfach begeistert.

Natürlich gab es auch ein paar Passagen, die ich als etwas langatmig empfunden habe. Nichts Katastrophales, aber es gab Momente, da hätte ich mir ein etwas strafferes Tempo gewünscht. Die Sprache war ebenfalls anspruchsvoll. Für mich als Nicht-Muttersprachler im Englischen war sie teilweise poetisch, bildhaft und metaphorisch – was zwar sehr zur Atmosphäre beigetragen hat, mich aber hin und wieder etwas ratlos zurückliess. Man fragt sich dann: Habe ich gerade etwas Wichtiges verpasst? Oder: Was genau ist jetzt eigentlich mit diesem Charakter passiert?

Die Charaktere selbst waren absolut gelungen. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Henry und natürlich Jack – aber auch Beezer, Fred und Judy waren grossartig. Jeder hatte seine Eigenheiten, seine Stimme, seine Rolle, ohne klischiert zu wirken. Der Fisherman war als Antagonist ein Highlight. Unheimlich, tiefgründig und richtig gut geschrieben. An dieser Stelle eine dicke Empfehlung für das englische Hörbuch: Frank Muller hat sich mit seinen Interpretationen, besonders beim Fisherman und bei Henry, selbst übertroffen. Was der Mann mit seiner Stimme macht, ist einfach grandios.

Die Handlung war insgesamt ruhiger und weniger actiongeladen als bei „Der Talisman“. Es gab aber auch hier zahlreiche spannende, ja teilweise nervenaufreibende Szenen, die so lebendig und detailreich beschrieben waren, dass ich mich mittendrin gefühlt habe. Und dann war da noch ein ganz besonderer Bonus: Dieses Buch hat für mich (abgesehen von „Es“) die bisher stärkste Verbindung zur Dunklen-Turm-Welt. Wenn man, wie ich, gerade dabei ist, sich chronologisch durch die verschiedenen Turm-verwandten Werke zu lesen, dann passt „Das schwarze Haus“ perfekt als Brücke vor dem nächsten Band der Hauptreihe.

Wie gesagt, ein paar kleine Schwächen waren da, aber der spezielle Stil, der Plot und die Verbindungen zum Dunklen Turm machen dieses Buch für mich zu einer knappen, aber verdienten 5.

Finde alle Informationen zu meiner Lesereise zu „Der Dunkle Turm“, hier!

Rating: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

One response to “Black House / Das schwarze Haus”

Leave a reply to The Dark Tower – Extended – Sacha Reads Cancel reply