Salem‘s Lot / Brennen muss Salem

(Deutsche Review weiter unten👇🏻)

When I first read „Salem’s Lot“ in 2022, I gave it 4 stars. While I appreciated the story’s premise and its eerie atmosphere, I found it lacking in one key aspect: vampires. For a book that is essentially a vampire story, I expected more direct encounters with them. Additionally, there was one particular scene that stood out to me—in a bad way.

In this scene, a young character attempts to free himself from restraints. He recalls reading about Houdini and somehow manages to tap into a state of deep concentration that the narration describes as something “only yogis achieve.” This struck me as completely implausible. The sudden leap from a desperate, untrained teenager to someone achieving such a masterful level of focus felt jarring and poorly executed. At the time, I wrote, “Out of nowhere, this young person is able to put himself into a trance-like state akin to yogis who’ve practiced for decades.” It pulled me out of the story and left a negative impression.

„When two young boys venture into the woods, and only one returns alive, Mears begins to realize that something sinister is at work. In fact, his hometown is under siege from forces of darkness far beyond his imagination. And only he, with a small group of allies, can hope to contain the evil that is growing within the borders of this small New England town.“

Blurb

Fast forward to now, and my experience during my re-read was entirely different. For reasons I can’t fully explain—perhaps the translation played a role—the book captivated me this time. The atmosphere, pacing, and sense of dread were so vivid that I felt surrounded by the presence of vampires even when they weren’t explicitly on the page. The writing flowed effortlessly, as King’s prose often does, and the characters were incredibly well-drawn. I felt their struggles, hopes, and losses deeply, and every moment of danger or tragedy hit me hard.

Even the scene with the “yogi concentration” didn’t bother me as much on this second read. It still stood out as a weak point, but it didn’t detract from the overall experience.

This time, ’Salem’s Lot felt like the masterpiece so many readers claim it to be. It’s a haunting tale of small-town decay, fear, and the horrors that lurk just beneath the surface of everyday life. I’ve upgraded my rating to 5 stars—this book deserves it.

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Rating: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️


Brennen muss Salem von Stephen King

Als ich „Brennen muss Salem“ 2022 zum ersten Mal las, gab ich ihm 4 Sterne. Obwohl ich die Prämisse der Geschichte und ihre unheimliche Atmosphäre schätzte, fehlte mir ein wichtiger Aspekt: Vampire. Für ein Buch, das im Wesentlichen eine Vampirgeschichte ist, hätte ich mehr direkte Begegnungen mit ihnen erwartet. Außerdem gab es eine bestimmte Szene, die mir besonders auffiel – auf eine schlechte Art und Weise.

In dieser Szene versucht eine junge Figur, sich aus den Fesseln zu befreien. Er erinnert sich daran, dass er über Houdini gelesen hat, und irgendwie gelingt es ihm, sich in einen Zustand tiefer Konzentration zu versetzen, der in der Erzählung als etwas beschrieben wird, das “nur Yogis erreichen”. Das erschien mir völlig unplausibel. Der plötzliche Sprung von einem verzweifelten, untrainierten Teenager zu jemandem, der ein solch meisterhaftes Maß an Konzentration erreicht, wirkte schockierend und schlecht ausgeführt. Damals schrieb ich: “Wie aus dem Nichts ist dieser junge Mensch in der Lage, sich in einen tranceähnlichen Zustand zu versetzen, der dem von Yogis ähnelt, die jahrzehntelang geübt haben.” Das riss mich aus der Geschichte heraus und hinterließ einen negativen Eindruck.

„Als sich zwei Jungen in den Wald wagen und nur einer von ihnen lebend zurückkehrt, beginnt Ben Mears zu begreifen, dass etwas Unheimliches am Werk ist. Tatsächlich wird seine Heimatstadt von dunklen Mächten belagert, die seine Vorstellungskraft weit übersteigen. Und nur er und eine kleine Gruppe von Verbündeten können hoffen, das Böse einzudämmen, das innerhalb der Grenzen dieser kleinen Stadt in Neuengland wächst.“

Klappentext

Heute ist das anders, und meine Erfahrung beim erneuten Lesen war ganz anders. Aus Gründen, die ich nicht ganz erklären kann – vielleicht hat die Übersetzung eine Rolle gespielt – hat mich das Buch dieses Mal in seinen Bann gezogen. Die Atmosphäre, das Tempo und das Gefühl des Grauens waren so lebendig, dass ich mich von Vampiren umgeben fühlte, auch wenn sie nicht explizit auf der Seite standen. Der Schreibstil war, wie so oft bei King, mühelos, und die Charaktere waren unglaublich gut gezeichnet. Ich konnte ihre Kämpfe, Hoffnungen und Verluste sehr gut nachempfinden, und jeder Moment der Gefahr oder des Unglücks hat mich tief getroffen.

Selbst die Szene mit der “Yogi-Konzentration” hat mich beim zweiten Lesen nicht mehr so sehr gestört. Sie stach zwar immer noch als Schwachpunkt hervor, aber sie hat das Gesamterlebnis nicht beeinträchtigt.

Dieses Mal fühlte sich Salem’s Lot wie das Meisterwerk an, von dem so viele Leser behaupten, dass es das ist. Es ist eine eindringliche Geschichte über den Verfall in einer Kleinstadt, über Angst und die Schrecken, die unter der Oberfläche des Alltags lauern. Ich habe meine Bewertung auf 5 Sterne heraufgesetzt – dieses Buch hat es verdient.

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Rating: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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