Mr. Mercedes

Bevor ich „Holly“ gelesen habe, wollte ich alle vorherigen Geschichten, in denen sie vorkommt, gelesen haben. Also habe ich mir zuerst die Bill-Hodges-Trilogie vorgenommen („Mr. Mercedes“, „Finderlohn“, „Mind Control“), danach folgten „Der Outsider“ und „Blutige Nachrichten“. Und was soll ich sagen: Dieses erste Buch war schon mal ein echter Knaller.

„Ein Mercedes S 600 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.“

Klappentext

Der Klappentext verspricht definitiv nicht zu viel. Anfangs dachte ich noch, ein „normaler“ Thriller ohne übernatürliche Elemente würde mich vielleicht nicht ganz so packen, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Hier hat einfach alles gepasst: ein sympathischer, in die Jahre gekommener Ex-Cop, eine schräge aber liebenswerte Helferin, ein abgründiger und verstörend glaubwürdiger Bösewicht, dazu ein durchgehend spannender Plot mit einem starken Erzähltempo. Die Mischung ist einfach, aber unglaublich effektiv.

Und das Ende? So spannend, dass ich im Auto extra Umwege gefahren bin, nur um weiterhören zu können…

Zwar kein klassischer Stephen-King-Horror, aber definitiv eine ganz eigene Art von Horror – einer, der realistischer ist und deshalb vielleicht sogar noch unheimlicher wirkt. Für mich eines der stärksten Bücher, die ich bisher von King gelesen habe.

Ich freue mich riesig auf Teil 2 und hoffe, dass die gesamte Reihe dieses Niveau hält. Eine glasklare Empfehlung, vorerst für Band 1, aber ich bin guter Dinge, dass die Fortsetzung ebenso stark wird.

Rating: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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