„Lolita, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden. Meine Sünde, meine Seele.“
Erster Satz des Buches
Nun habe ich auch endlich „Lolita“ gelesen. Diesen berühmten oder wohl eher berüchtigten Roman über einen Pädophilen. Was kann ich als „Nicht-Literatur-Gebildeter-Mensch“ dazu noch sagen, was nicht schon viel besser gesagt wurde…? 😳
„Der Literaturwissenschaftler Humbert verliebt sich in das noch sehr junge Mädchen Dolores Haze, nennt sie «Lolita». Die einseitige Leidenschaft mündet in einer Odyssee quer durch die USA und am Ende in einen Mord.“
Ich fand das Buch angenehm zu lesen, vor allem am Anfang. Ein leichter, flüssiger Schreibstil, der Interesse an mehr weckt auch wenn das Thema leider nicht wirklich ansprechend ist. Zu Beginn empfand ich das Ganze als extrem abstossend und teilweise waren seine Aussagen eklig. 🙁 Mit der Zeit bemerkte ich aber, dass ich etwas abstumpfte und mich an seine schwulstigen Beschreibungen von Lolita gewöhnt hatte. Es sagt viel aus, dass Nabokov, obwohl selbst kein pädophiler Mensch, die Gedanken eines solchen so gut treffen konnte und es dann auch noch schafft, dass man das Monster beinahe als nett und charmant aber sicher nicht als Monster sieht. 😳 Das ist wohl Schreibkunst auf höchstem Niveau mit einem Gefühl für Worte, das seinesgleichen sucht. So poetisch, so blumig aber auch so schwülstig und so schmierig.
Trotz all dieser grossartigen Punkte gab es, wie erwähnt, auch Dinge die mich störten. Allen voran war der Beginn natürlich etwas eklig und schmierig, aber das macht ja eigentlich den Reiz des Ganzen aus. Zudem war es ab etwa 60% bis 85% unglaublich langweilig und repetitiv. Und gerade weil man abstumpft hilft nichts mehr als einfach durch… aber am Ende gab es dann nochmals etwas mehr Fleisch am Knochen, weshalb meine Bewertung auch bei 4 Sternen zu liegen kommt. Ich schwanke, ob es ein Buch ist, dass man gelesen haben muss, ich denke leider eher nicht. Es war sehr gut und in Teilen auch einzigartig, aber dennoch nicht lebensverändernd. 🙂
Rating: ⭐️⭐️⭐️⭐️


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